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Home / Fahrwerk / Erfahrungen mit Fahrwerken
..die Corrado - Community Diese Page ist dem VW Corrado, dem kultigen Sportcoupe von Volkswagen / Karmann gewidmet.
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Corrado Fahrwerkserfahrungen

Ich beschränke mich hier auf meine Erfahrung und Aussagen in der Fachpresse.
Persönlich fahre ich auf meinen Corrados die serienmäßigen 6,5 Zoll - Räder mit 205/50 x 15. Da haben dei VW-Techniker einen wirklich guten Kompromiß zwischen Sportlichkeit und Komfort gefunden und man kann nichts falsch machen..
Eine durchaus interessante Alternative bei der Verwendung der Serien-Räder 6,5 x 15 wäre die Reifenkombination 215/45 ZR15.

Nothelle Corrado VR6

Die "Gute Fahrt" schrieb im Testbericht des Nothelle Corrado VR6 :
--Zitat Beginn--
" .....Perfekt passt das sehr gut abgestimmte Fahrwerk, dass gekonnt St raffheit mit noch etwas Komfort verbindet. Prima auch die empfehlenswerte Rad/Reifen- Kombination, der alle Nachteile breiter 16 oder gar 17 Zoll-Pneus fremd sind. Das Auto wirkt leichtfüssig, ist zielgenau zu steuern, bei gleichzeitig satter Straßenlage.....".
-- Zitat Ende--
Der Corrado war mit Serien-Räder 6,5 x 15 und der Reifenkombination 215/45 ZR15 bestückt. Das Fahrwerk bestand aus Nothelle-Sportfahrwerk mit doppelt progressiven Federn und Dämpfern mit verstärkten Kolbenstangen und senkte den VR6 um 35 mm ab.
Allerdings gibt es nur noch zwei Hersteller für diese Reifengröße und beide Reifen haben nur den Tragfähigkeitsindex 84 - also für den VR6 zu wenig.
.......
......
Hier noch eine Aussage der GF zu den 215/45 ZR 17 auf 7,5 mit denen der zweite Corrado bestückt war ":
"
Ein Handicap sind die dicken 17-Zoll-Räder, die das Auto (VR6) etwas länger übersetzen und bestimmt 5 km/h Spitze kosten. Zudem sind die Pneus sehr unkomfortabel und beeinträchtigen den Gradeauslauf."

--Zitat Ende--

Gegensätze zum Thema 7-Zoll-Räder:
Auzug aus Gute Fahrt 3/89

--Zitat Beginn--
Herbert Schuster, Leiter des Fahrversuchs beim Volkswagenwerk, lehnt die Verwendung von Siebenzoll-Rädern schon deshalb ab, weil das Fahrverhalten erheblich schlechter sei als im Serienzustand. Der negative Lenkrollradius, ein stabilisierendes Element, werde mit dieser Felgengrö ße wirkungslos. Die Achs- und Lenkgeometrie verändere sich und verschlechtere das Fahrverhalten. Die Karosserieveränderungen im Bereich der Radhäuser würden den serienmäßigen Rostschutz vernichten, Rostprobleme könnten auftreten. Vor allem aber wird darauf hingewiesen, dass die Fahrwerksteile einer unzulässig hohen Belastung unterliegen, die vorzeitigen Verschleiß bewirken, aber auch zu Rissen und Brüchen führen könnten.
Geprüft wurde das im Werk nicht, aber man wisse aus anderen Versuchen und aus der Entwicklung des Fahrzeugs über die Belastungsfähigkeit der Fahrelemente.
Herbert Schuster weist zu Recht darauf hin, dass der TÜV für seine Freigaben keine Verantwortung übernimmt. Etwa nach einem Unfall, dessen Ursache auf ein Teil mit TÜV-Freigabe zurückzuführen ist. -
--Zitat Ende--

Bei den breiteren Rädern und/oder Distanzscheiben(Spurplatten) wird nicht nur die Achs- und Lenkgeometrie verändert, auch das Gewicht der ungefederten Massen steigt an. Weitere Probleme, die man sich erkauft, sind:
Gefahr von Rost, schlechterer Geradeauslauf, Spurrillenempfindlichkeit, Komforteinschränkungen, niedrigerer Wiederverkaufswert und höherer Verschleiß.

Wenn einem dies alles bewust ist und man sich trotzdem aus optischen Gründen für die breiten Räder entscheidet, ist das auch ok. Man sollte aber die Risiken und möglichen Probleme kennen.

Übrigens, selbst Schmidt-Racing, mit einem VR6 erfolgreich in der kanadischen Meisterschaft, fuhr nur mit 205 er Reifen auf 15", obwohl es keine Begrenzung bei der Räder-/Reifenwahl gibt. Diese Größe ist also nicht nur ein guter Kompromiss, sondern sogar rennsporttauglich.

Ein großer Nach teil ist allerdings, dass mittlerweile das Angebot der Reifenhersteller bei dieser Größe recht bescheiden geworden ist.
Dafür gibt es von Michelin einen
Rennreifen 205 x 50 x 15 in Y-Ausführung. Der Preis ist aber heftig - über 300 Euro pro Reifen.

 
 

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 last Update:  05 März 2008